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Ertüchtigung des Antonibergtunnels

 

Vollsperre der St 2101 - Thumseestraße

 

Das Staatliche Bauamt Traunstein beginnt nach den Osterferien mit der Ertüchtigung und Sanierung des Antonibergtunnels im Zuge der Staatsstraße 2101 zwischen Bad Reichenhall und Schneizlreuth. Dafür ist eine Vollsperre der Straße zwischen Thumsee (Einmündung Schießplatz) und dem Knoten an der Wegscheid (St 2101 / B 305) ab Montag, den 25. April 2022, bis zum Jahresende erforderlich. Die Umleitung von Bad Reichenhall Richtung Inzell erfolgt über Unterjettenberg und Schneizlreuth über die Bundesstraßen B305 und B21.

 

Der Antonibergtunnel wurde in den 1970er-Jahren im Zuge des Neubaus der Staatsstraße 2101 errichtet. In den letzten Jahren ereigneten sich im Tunnel leider zum Teil schwere Unfälle mit Radfahrern. Trotz Hinweis an den Tunneleinfahrten haben an dem bisher nicht beleuchteten kurzen Tunnel viele Rad- und Autofahrer ihre Beleuchtung am Fahrzeug nicht eingeschaltet. Dies hatte zur Folge, dass wegen der Kurvigkeit in der Streckenführung bei ungünstigen Lichtverhältnissen (z.B. tief stehender Sonne) vor allem Radfahrer im Tunnel nicht oder erst sehr spät wahrgenommen wurden und es zu Zusammenstößen kam.

 

Neben dieser Gefahr im Tunnel kam es an den Tunnelvorfeldern durch die umliegenden hohen Felswände und der nur sehr gering auskragenden Galerie am Tunnelportal aus Richtung Bad Reichenhall immer wieder zu Steinschlagereignissen direkt auf die Straße.

 

Aus diesen Gründen wurde vor zwei Jahren beschlossen, den Tunnel zu erweitern und auf den aktuellen Sicherheitsstandard nachzurüsten. Hierfür sind umfangreiche Arbeiten notwendig. Der Tunnel wird Richtung Bad Reichenhall zum Schutz vor Steinschlag um ca. 10 m verlängert. Es werden an den Portalen Nothaltebuchten mit Notrufstationen errichtet und im Tunnel beidseitig ein Notgehweg hergestellt. Am Nordportal wird wegen fehlender Wasserversorgung ein Löschwasserbehälter zur Versorgung mit Löschwasser im Brandfall errichtet. Des Weiteren wird ein Havariebecken installiert, um bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen die Rückhaltung von kontaminiertem Löschwasser sicherzustellen.

 

Im Tunnel wird die Sicherheitstechnik in Form einer tageslichtabhängigen Beleuchtung, einer Videoüberwachung, einer Einspeisung der Funkdienste (Rundfunk, Mobilfunk, BOS-Digitalfunk) und einer automatischen Brandmeldeanlage nachgerüstet. Für die Unterbringung der Steuerungs- und Leittechnik wird am Nordportal im Bereich des bestehenden Parkplatzes ein Betriebsgebäude errichtet, das zur Einfügung in die Umgebung vollständig überschüttet wird. Zudem werden an den Zulaufstrecken Schranken nachgerüstet, um bei einem Schadensereignis sowie bei geplanten Wartungsarbeiten die Zufahrten sperren zu können.

 

Der bestehende Brunnen mit der Figur des Hl. Antonius erhält an neuer Stelle ebenfalls wieder seinen Platz.

 

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 4 Mio. Euro. Trotz vieler Planungsbeteiligter konnte die Planungszeit bis zur Realisierung der Maßnahme durch die Anwendung der neuen BIM-Planungsmethode (Building Information Modeling) stark reduziert werden. Die Methode gibt durch ihre 3-D-Darstellung zudem jedem einen ersten Einblick, wie die Maßnahme später aussehen wird (siehe Abbildung).

 

Die Vollsperre der Staatsstraße wird ebenfalls genutzt, um zwischen dem Thumsee und dem Antonibergtunnel Steinschlag- und Wildbachschutzmaßnahmen auszuführen sowie im Herbst den Knotenpunkt an der Wegscheid zu einem Kreisverkehr umzubauen. 

Für die unvermeidbaren Behinderungen während der Bauzeit bittet das Staatliche Bauamt um Verständnis.

Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein

 

Antonibergtunnel

 

 

 

 

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