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Arbeiten zum Hochwasserschutz in Bad Reichenhall – in der Frühlingsstraße ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen

 

Mit dem zweiten Bauabschnitt der Deichsanierung, die sogenannte Binnenentwässerung, konnte planmäßig im Juli begonnen werden. Geplant sind zwei Ableitungskanäle, einmal in die Marzoller Au (Kanal Ost) und einmal in den Grabenbach (Kanal West). Die Bauarbeiten werden von der Firma Wadle aus Essenbach/Altheim im Auftrag des Wasserwirtschaftsamts Traunstein ausgeführt.

 

Für die Bauarbeiten am Kanal West muss die bahnseitige Fahrspur ab Donnerstag, den 23. Juli 2020, auf einem Abschnitt der Frühlingsstraße gesperrt werden. Im Bereich zwischen der Unterführung unter der B20/21 und dem Abzweig in die Saalachstraße wird der Verkehr daher mit Hilfe einer Ampelanlage einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Der Fußgängerverkehr kann auf dem Gehweg weiter stattfinden, allerdings wird die Breite des Fußwegs während der Bauzeit eingeschränkt sein. Die Einschränkungen werden von Ende Juli bis Ende Dezember 2020 bestehen. Aufgrund des einspurigen Verkehrs kann es in den Stoßzeiten zu entsprechenden Wartezeiten kommen. Falls möglich wird empfohlen, den Bereich zu um-fahren.

 

Im Rahmen der Arbeiten zum Kanal Ost im Bereich der Staufenbrücke werden keine größeren Verkehrsbehinderungen erwartet. Die Zufahrt zum Tierheim und die Wege auf die Staufenbrücke, auf den sanierten Deich und den Saalachradweg bleiben offen. Bei den Kanalbauarbeiten wird darauf geachtet, sie für die Anwohner so verträglich wie möglich durchzuführen und die Einschränkungen so weit wie möglich zu begrenzen.

 

Im Zuge der Deichsanierung in 2019 wurde auf der Luftseite des Deichs zusätzlich eine Drainage eingebaut. Diese soll verhindern, dass sich das Hochwasser einen Weg unter dem Schutzdeich bahnt und auf der anderen Seite zu Tage tritt. Führt die Saalach kein Hochwasser, findet durch die Drainage keine Entwässerung statt, da der mittlere Grundwasserstand deutlich unterhalb des Drainagesystems liegt.

 

Die Kanalbauarbeiten werden nahezu vollständig unterirdisch (ohne offene Baugrube) durchgeführt. Als Hauptgrund hierfür sind die beiden erforderlichen Querungen des Bahnkörpers und die zahlreichen Kabel und Kanäle zu nennen, die das Planungsgebiet an diversen Stellen kreuzen. Darüber hinaus ist der Eingriff in die Natur und in den Baumbestand durch die unterirdische Ausführung deutlich geringer als bei einer offenen Kanalbaustelle.

 

Für die beiden Bahnquerungen wird die Sperrpause der Deutschen Bahn von Ende Juli bis Anfang September genutzt. In dieser Sperrpause werden im Bereich der Gleisanlage von der Deutschen Bahn diverse Sanierungsarbeiten durchgeführt. Der mit der Sperrpause verbundene straffe Zeitplan konnte von der Firma Wadle bislang sehr gut eingehalten werden. Nach Erstellung der ersten Startgrube starten die Vortriebsarbeiten unter den DB-Gleisen ab Montag, den 27. Juli 2020.

 

Zum Einsatz kommt eine sogenannte „Vollschnittmaschine mit hydraulischem Förderkreislauf" (vgl. Abbildung). Der anstehende Boden wird dabei mit einem auf die geologischen Bedingungen angepassten Bohrkopf abgetragen. Damit es zu keinen Hebungen und Senkungen an der Geländeoberfläche kommen kann, wird die Ortsbrust, also der Bereich vorne am Bohrkopf, durch eine Stützflüssigkeit ständig stabilisiert. Von der Startgrube aus wird der Bohrkopf in Richtung Zielgrube gepresst. Nach und nach werden dann die Fertigteile des eigentlichen Kanals nachgeschoben und am Ende kraftschlüssig verpresst.

 

Erst nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts ist der Hochwasserschutz in Bad Reichenhall wieder voll funktionsfähig. In diesem Sinne hofft das Wasserwirtschaftsamt Traunstein auf das Verständnis der Bad Reichenhaller Bürgerinnen und Bürger und bittet darum, die Unannehmlichkeiten während der Baumaßnahme zu entschuldigen.

 

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

 

Schema Rohrvortrieb

Abbildung 1: Schemadarstellung Rohrvortrieb

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