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1. Bauabschnitt des Eisenrichter Berg wird grundhaft erneuert

 

Nachdem die talseitige Rutschung im Bereich des Eisenrichter Bergs vom 27. Juni 2018 in den vergangenen 2 Wochen provisorisch gesichert wurde, plant das StBA Traunstein als nächsten Schritt den kritischen, rd. 60 m langen Bereich der B20 ab Mitte August bis Ende des Jahres grundhaft zu erneuern.

 

In einem verwaltungsinternen Gespräch am Landratsamt Berchtesgadener Land am 9. Juli 2018 informierte das StBA Traunstein Herrn Landrat Grabner, die betroffenen 7 Gemeinden und die betroffenen Fachbehörden über den Stand der Arbeiten und den geplanten Ausbau. Dabei wurde auch das Verkehrsführungskonzept während der Bauzeit vorgestellt und abgestimmt. Der Ausbau ist alternativlos, da aus Sicherheitsgründen nur nach einer grundhaften Erneuerung der Verkehr auf der B20 wieder in beiden Fahrtrichtungen freigegeben werden kann.

 

Bisher ausgeführte Arbeiten:

Nach erfolgter Erstsicherung mit ampelgeregelter halbseitiger Sperrung des talseitigen Fahrstreifens galt es zunächst, ein weiteres Abrutschen des Hanges und damit eine Gefährdung des Bahnbetriebes zu verhindern. Hierzu wurden

- das Sicherungsnetz von den Rutschmassen beräumt,
- die Entwässerung provisorisch umgebaut, um einen direkten Wassereintrag in den Straßenkörper zu unterbinden,
- der Rutschbereich freigelegt und durch Anker und Spritzbeton gesichert und
- der Absturzbereich durch Betonschutzwände abgesichert.

 

Bis Jahresende vorgesehene Arbeiten:

In einem nächsten Schritt soll ab Mitte August die bereits ausgearbeitete Planung des StBA Traunstein umgesetzt werden. Nach teilweisem Abtrag des Straßenkörpers wird die Baustelle mit einer vernagelten Spritzbetonwand gesichert. Anschließend wird talseitig eine auf Mikropfählen gegründete Stützwand aus Stahlbeton mit aufgesetzter Fahrbahnkappe errichtet. Schließlich wird der Straßenkörper einschließlich der erforderlichen Entwässerungseinrichtungen wieder aufgebaut und mit einer neuen Fahrbahndecke versehen. Abschließend erfolgt noch die Ausstattung mit Schutzplanken, Geländer und Markierung.

 

Unbenannt

 

Geplante Verkehrsführung während der Bauarbeiten:

Eine besondere Herausforderung stellt die Verkehrsführung während der Bauzeit dar, da mit 3,25 Meter verbleibender Fahrbahnbreite nur ein Fahrstreifen der B20 am Eisenrichter Berg zur Verfügung steht. Das StBA Traunstein beabsichtigt daher eine Einbahnregelung für den Verkehr von Norden nach Süden ein-zurichten. Der Verkehr von Süden nach Norden soll über die B305 über Ramsau und Wachterl und weiter über die B21 Richtung Bad Reichenhall geführt werden. Die Ableitung erfolgt mittels Wechselverkehrszeichen über die Kreisstraße BGL 17 in Bischofswiesen bzw. am Kreisverkehr Stangenwald an der Einmündung der B20 in die B305.

Ein dauerhafter Ampelbetrieb mit wechselnden Verkehrsführungen am Eisenrichter Berg - wie derzeit vorhanden - ist während der Bauarbeiten nicht möglich, da es aufgrund der sehr beengten Verhältnisse bei der Andienung der Baustelle immer wieder zu punktuellen kurzen Vollsperrungen kommen wird. Die dadurch entstehenden Rückstauungen können in der Folgezeit nicht mehr spürbar abgebaut werden und würden zu langen Wartezeiten führen.

 

Im Ergebnis des Abstimmungsprozesses am Landratsamt Berchtesgadener Land am 9. Juli 2018 wurde ergänzend vereinbart, die Einbahnregelung außerhalb der Bauzeiten am Wochenende und werktags von 19.00 Uhr abends bis 06.00 Uhr morgens aufzuheben und durch die bereits eingerichtete ampelgeregelte Verkehrsführung im Gegenverkehrsbetrieb zu ersetzen.

 

Die Bauarbeiten des 1. Bauabschnittes am Eisenrichterberg sollen Mitte August beginnen und vor Einsetzen des Winters abgeschlossen sein, damit die B20 dann wieder durchgehend zweistreifig befahrbar ist.

 

Auswirkungen auf andere Baumaßnahmen:

Die Bauarbeiten am Eisenrichter Berg beeinflussen auch bereits vorbereitete Baumaßnahmen auf den Umleitungsstrecken. So muss der für den Herbst dieses Jahres vorgesehene Umbau der Einmündung der St2099 in die B305 zu einem Kreisverkehr in Ramsau verschoben werden. Er soll nun möglichst im Frühjahr 2019 beginnen. Der vorgesehene Bau des Kreisverkehrs Stanggaß an der Einmündung der St2097 in die B20 hingegen soll wie geplant im Herbst dieses Jahres erfolgen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bau weitgehend ohne größere Verkehrsbehinderungen im Gegenverkehr erfolgen kann. Dies wird derzeit vom StBA Traunstein noch abschließend geklärt.

 

Weitere Bauabschnitte:

Um den Eisenrichter Berg auf rund 500m durchgehend auszubauen und die vorhandene Ausbaulücke der B20 damit zu schließen, stehen in den kommenden Jahren weitere Bauabschnitte zur Realisierung an. Dabei sollen die Erfahrungen aus dem 1. Bauabschnitt in die Ablaufplanung und die Verkehrsführung der noch folgenden Bauabschnitte einfließen. Die Zeitschiene für den weiteren Ausbau ist derzeit noch offen und wird in den kommenden Monaten in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und den betroffenen Kommunen erörtert. Dabei wird es auch darauf ankommen, andere wichtige Infrastrukturmaßnahmen in der Region zu berücksichtigen und bauzeitliche Überschneidungen möglichst zu vermeiden.

Das Staatliche Bauamt Traunstein bittet die Verkehrsteilnehmer für die unvermeidbaren Behinderungen um Verständnis.

 


Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein