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Mittelschule Bad Reichenhall als Umweltschule ausgezeichnet

 

Die begehrte Auszeichnung als Umweltschule konnte kürzlich Schulleiter Christian Schneider mit seinen Lehrkräften der Mittelschule Bad Reichenhall aus den Händen des Bayerischen Umweltministers Dr. Marcel Huber entgegennehmen.


Für Umweltminister Huber sind die durchgeführten Projekte in mehrfacher Hinsicht wichtig, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern sowie einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Schulalltag leisten. Zudem tragen Umweltschulen durch ihr Engagement dazu bei, einen nachhaltigen, generationengerechten Lebensstil zu entwickeln.


Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule" ist eine Auszeichnung, um die sich bayerische Schulen bewerben können. Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Wie Nachhaltigkeit darüber hinaus im Schulleben verankert ist, wird ebenfalls dokumentiert.

 

Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.


An der Mittelschule Bad Reichenhall wurden die Themen „Gemeinsam für die Umwelt" sowie „Schulgarten" bearbeitet. Hierbei kooperierte die Schule auch mit externen Partnern. So wurden zusammen, organisiert von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und einer Almführerin, in mühsamer Handarbeit aufkommende Sträucher, Bäume und sogenannte Weideunkräuter auf der Bichler Alm in Weißbach entfernt.

 

Durch dieses sogenannte „Schwenden" trugen die Schüler zur Pflege der Kulturlandschaft bei. Bei dem Arbeitseinsatz erfuhren die Kinder ökologische Zusammenhänge und die nutzungsbezogene Notwendigkeit des Schwendens. Denn wenn Almflächen sich selbst überlassen werden, verbuschen sie mit der Zeit und werden langfristig zu Wald. Dadurch verschwinden die Weideflächen; zahlreiche seltene und bedrohte Pflanzen- und Tierarten verlieren ihren Lebensraum, die biologische Vielfalt, der Fachbegriff dafür lautet „Biodiversität", nimmt ab.

 

Neben weiteren Projekten erhielt die Schule den Auftrag, Informationstafeln für den neu gestalteten Mozartplatz in Freilassing zu entwerfen. Die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftskurses M10 starteten dabei ihre betreute Projektarbeit mit Ernstcharakter. Sie ermöglichte eine Zusammenarbeit zwischen Schülerlaboren, Schule und Wirtschaft. Auftraggeber bei dem Projekt war die Stadt Freilassing.

 

Für das Insektenhotel und die Blühwiese des Mozartplatzes wurde gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum ein Holzschild in Wabenform hergestellt. Darauf erhält der Besucher Informationen zum Zweck der Insektenhotels für Biene, Hummel und Co. und deren Entstehungsgeschichte. Weitere zeichnerisch und digital erstellte Entwürfe wurden nach ihrem Druck als Tafeln an den beiden Eingängen des Mozartplatzes aufgestellt und sollen zusätzliche Informationen zum Platz vermitteln. Bei der Einweihung des Mozartplatzes im Juli dieses Jahres wurden die Informationstafeln an die Vertreter der Stadt Freilassing überreicht.

 

Verleihung Starnberg

Staatsminister Dr. Marcel Huber, Rektor Hans Goldschaldt, Marlies Garschhammer (beide Grundschule Saaldorf), Rektorin Renate Ehrenlechner, Wolfgang Kerschl (beide Grundschule Ainring), Rebecca Knott, Rektor Christian Schneider (beide Mittelschule Bad Reichenhall), LBV Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer.