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Maßnahmen von Stadt Bad Reichenhall und Feuerwehr im Rahmen der ungewöhnlichen Wetterlage

 

Im Vergleich zu anderen Gemeinden im Landkreis wurde der Stadt Bad Reichenhall die Ausrufung des Katastrophenfalls erspart, dennoch war auch hier die Lage aufgrund der Schneelasten und der unsicheren Entwicklung der Wetterlage streckenweise kritisch.

 

Als vorsorgliche Maßnahme wurde deshalb am 12. und 13. Januar 2019 von Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner in Abstimmung mit dem Landratsamt Berchtesgadener Land und der Reichenhaller Feuerwehr ein Krisenstab einberufen, der sich regelmäßig zur aktuellen Lagebesprechung im Reichenhaller Rathaus einfand. Zwischen den Beteiligten dieser Koordinierungsgruppe, bestehend aus den Reichenhaller Bürgermeistern, Vertretern von Bau-, Ordnungs- und Presseamt sowie Stadtbrandmeister Franz Gruber, fand ein enger Austausch statt, um notfalls schnell auf eine Eskalation der Lage im Stadtgebiet reagieren zu können.

 

Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner stand fortlaufend in Kontakt und Absprache mit Landrat Georg Grabner und dem Landratsamt Berchtesgadener Land. Als zuständige Sicherheitsbehörde hat das Ordnungsamt zudem die Lage fortgehend beobachtet und begutachtet, um im Falle des Falles umgehend tätig zu werden. Das Stadtbauamt hat laufend Schneelastmessungen auf den städtischen Gebäuden durchgeführt und, sofern angezeigt, entsprechend Gebäude für den Betrieb gesperrt und das Abschaufeln der Dächer durch die Freiwillige Feuerwehr veranlasst. Die Bevölkerung wurde dabei durch aktuelle Meldungen auf dem Laufenden gehalten und durch ein eigens eingerichtetes lokales Bürgertelefon bei Fragen betreut.

Oberbürgermeister Dr. Lackner lobte die gute Zusammenarbeit aller Ämter und Behörden sowie sämtlicher Helferinnen und Helfer, ganz besonders den unermüdlichen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall. Diese stand mit allen drei Wachen, Bad Reichenhall, Karlstein und Marzoll, im Einsatz und war dabei nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Berchtesgaden tätig. Innerhalb von 3 Tagen waren über 50 Aktive durchschnittlich jeweils 8 Stunden unterwegs und räumten 12 Gebäude mit insgesamt über 10.000 qm, darunter insbesondere Kindergärten, Schulhäuser, Mehrzweckhallen sowie die Turnhalle an der Münchner Allee, die als Notunterkunft für eventuelle Evakuierungen in den Katastrophengebieten bereitgestellt wurde. Zudem wurden ca. 12 Einsätze im Normalbetrieb geleistet. In Absprache mit der Katastrophen-Einsatzleitung des Landratsamtes Berchtesgadener Land stellt die Feuerwehr Bad Reichenhall außerdem für die Dauer der Katastrophe die Einsatzreserve im mittleren Landkreis.

 

„Der unermüdliche Einsatz unserer Feuerwehrler ist nicht hoch genug zu bewerten. Sie sorgen für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Aber auch diesen möchte ich im Namen der Feuerwehr herzlich dafür danken, dass sie ihrerseits wiederum unsere Einsatzkräfte tatkräftig unterstützt haben, sei es mit Kuchen- und Getränkespenden oder durch zur Verfügung gestellte Schneehexen und Schneefräsen. Das zeigt den großen Zusammenhalt in unserer Stadt", so der Rathauschef. Lobend stellte das Stadtoberhaupt auch das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs heraus, die im Dauereinsatz im Räum- und Streudienst unterwegs waren.

 

 

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Fotos: FFW Bad Reichenhall