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Karlsteiner Feuerwehrler bereiten Holz für den Bau ihrer neuen Feuerwache vor

 

Der Neubau der Karlsteiner Feuerwache ist einen weiteren Schritt näher gerückt: In Eigenleistung haben die Florianijünger das Holz für den Bau ihrer neuen Feuerwache vorbereitet und fiebern nun dem Baubeginn entgegen.


Der Stadtrat von Bad Reichenhall hat bereits im Juni 2012 den Neubau der Feuerwache Karlstein beschlossen. Den Stadträten war es immer wichtig, hier einen äußerst engen Kostenrahmen festzuschreiben. Da die Feuerwehr traditionell eine Vielzahl von Handwerksberufen vereint, wurde aus dem Gremium auch die Forderung nach einer Eigenbeteiligung der Feuerwehrfrauen und -männer laut. Nachdem der knappe Kostenrahmen bereits seit Projektbeginn ein zentrales Thema war und die gesetzte Obergrenze nicht überschritten werden durfte, machte Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner den Vorschlag, das Holz für den Bau des Gebäudes durch die Feuerwehrleute organisieren zu lassen. Um auch entsprechende Zeit für den Zuschnitt und das Trocknen des Holzes zu haben, wurden der Feuerwehr frühzeitig durch die Bayerischen Staatsforsten einige Bäume in der Nähe des Seemösls am Thumsee zugewiesen.

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Mithilfe von Traktoren und Seilwinden wurden die Stämme in Eigenleistung der Feuerwehrler zu Tal befördert.

 


Um die maximale Qualität aus den Stämmen zu gewinnen, wurde eigens ein Spezialist für Mondholz hinzugezogen. Am 25. und 26. November 2016 wurden dann, zum idealen Zeitpunkt, ca. 20 Bäume gefällt. Mit großem Aufwand und unter Mithilfe von mehreren Traktoren und Seilwinden wurden die Stämme in Eigenleistung der Feuerwehrler zu Tal befördert. Um die im Sägegewerbe vorwiegend ruhigere Winterzeit zu nutzen, wurden die Stämme im Januar an einen Sägewerksbetrieb in der Oberau bei Berchtesgaden geliefert.


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In einem Oberauer Sägewerk erfolgte der Zuschnitt der rohen Stämme.

 

 

Unter tatkräftiger Mithilfe der Feuerwehrmänner wurden die rohen Stämme zu Balken, Bretter und Latten für den zukünftigen Dachstuhl geschnitten. Hier zeigte sich die nach Aussage des Sägewerksbetreibers außerordentlich hohe Qualität der Stämme. Nach dem erfolgreichen Zuschnitt mussten die fertigen Bauteile wieder nach Karlstein transportiert werden, um sie dort zur Trocknung entsprechend zu lagern. Durch das Entgegenkommen der Karlsteiner Fischzucht wurde der Feuerwehr eine passende Lagerfläche bis zum Einbau des Holzes zur Verfügung gestellt.

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Sortiert und gestapelt warten die Balken und Bretter auf ihren Einsatz.

 

Die Balken und Bretter wurden in Handarbeit unter großem personellem Aufwand nach Länge sortiert und gestapelt. Mit einem festen Dach versehen, jedoch für die Trocknung luftdurchströmt gelagert, liegen die stattlichen Balken nun für ihren Einsatz beim Neubau der Feuerwache bereit. Die Mannschaft wartet gespannt, ob die Baufirmen noch in diesem Jahr mit dem Rohbau beginnen können und sich die Eigenleistung der Feuerwehr zum Wohle der Karlsteiner Bevölkerung bezahlt macht.